Nicht genug Satelliten
GPS-Geräte müssen in der Regel Signale von mindestens 7 oder 8 Satelliten empfangen, um den Ort auf etwa 10 meter genau zu berechnen. Mit weniger verfügbaren Satelliten steigen Unsicherheit und Ungenauigkeit.
Bei weniger als 4 Satelliten sind viele GPS-Empfänger nicht in der Lage, Ortschätzungen zu erstellen, und melden „GPS-Signal verloren". Das GPS-Gerät sucht in der Regel nach Signalen von weiteren Satelliten und empfängt diese, sodass es sich schließlich von Situationen erholen sollte, in denen nicht genügend Satelliten gefunden werden.
Initialisierung und Aufwärmen
GPS-Empfänger benötigen etwas Zeit, um zunächst Signale von Satelliten zu empfangen. Wenn du die GPS-Genauigkeit untersuchst, versuche ausreichend Zeit (5 oder 10 Minuten) einzuplanen, damit der Empfänger Signale von Satelliten erfassen kann.
Kalter Start
Wenn das GPS zum ersten Mal eingeschaltet wird, muss es Daten von den Satelliten herunterladen, die die Position und den Zeitplan aller Satelliten im System beschreiben. Das hilft dabei, in Zukunft schneller Signale zu empfangen. Dieser erste Kaltstart kann 5 oder mehr Minuten dauern.
Warmer Start
Wenn Du ein GPS-Gerät häufig verwendest, verfügt es über aktuelle Informationen zu Satellitenpositionen und -zeiten und sollte innerhalb von etwa 1–3 Minuten Satellitensignale empfangen.
Unterstützter GPS (AGPS) Start
Mobiltelefone nutzen zusätzliche Ortsinformationen, um die GPS-Initialisierung zu beschleunigen. Dies wird als „Assisted GPS" oder AGPS bezeichnet und nutzt Informationen von den Mobilfunkantennen des Handynetzes, um einen ungefähren Ausgangspunkt zu ermitteln.
Bei der Verwendung von AGPS kann ein Empfänger in der Regel innerhalb von 10–30 Sekunden Satellitensignale empfangen. Nach der ersten Erfassung verwendet der GPS-Empfänger nur noch die Satellitensignale und benötigt keine Unterstützung durch Mobilfunkmastinformationen mehr, um seine Ortsschätzungen zu aktualisieren.
Signalunterbrechung
Gebäude, Bäume, Tunnel, Berge, Kleidung und der menschliche Körper können verhindern, dass GPS-Signale von den Satelliten den Empfänger erreichen. Platziere den GPS-Empfänger nach Möglichkeit an einer Stelle, an der er einen freien und ungehinderten Blick auf einen großen Teil des Himmels hat.
In manchen Fällen kann dies erreicht werden, indem Du das GPS-Gerät in einer Gesäßtasche, in der Außentasche eines Rucksacks oder an einer Lenkerhalterung trägst. In anderen Fällen sind die Hindernisse unvermeidbar, wie in Innenstadtbereichen, wo hohe Gebäude den Blick auf den Himmel blockieren, oder wenn man sich in dichtem Baumbestand befindet.
Mehrwegfehler
Wenn GPS-Satellitensignale von Gebäuden abprallen, kann der GPS-Empfänger durch die zusätzliche Zeit, die das Signal benötigt hat, um ihn zu erreichen, verwirrt werden. In diesen Fällen können plötzlich große Positionsfehler auftreten. Es gibt nicht viel, was man tun kann, um die Auswirkungen von Mehrwegfehlern zu reduzieren – GPS ist in Schluchten einfach weniger genau, egal ob sie aus Gebäuden oder natürlichen Formationen bestehen.